Zur Gründung einer Existenz braucht
man einen gut strukturierten Unternehmensplan. Dieser umfasst alle
Planungskomponenten zur Gründung eines Unternehmens. Dazu
gehören Marketing-, Absatz-, Produktions-, Personal-,
Beschaffungs- und Investitionsplanung, sowie die genaue Formulierung
eines Konzeptes. Zwei der essentiellsten Punkte hierbei sind
Finanzplanung und Konzept und bedürfen daher besonderer
Beachtung.
1) Das Geschäftskonzept
Das Konzept ist der Kern eines jeden Unternehmens. Mit diesem steht und
fällt alles. Daher ist es besonders wichtig, dass dieses
gründlich bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist. Im Fokus
sollten dabei besonders diese Fragestellungen stehen: Was ist mein
Konzept? (Eine genaue Formulierung der Idee) Wie
„funktioniert“ mein Geschäft im Einzelnen?
Womit will ich genau Erfolg erzielen? Vor diesem Hintergrund sollten
Sie Ihr Konzept genau definieren und ausformulieren. Denn: auf der
Basis dieser Idee bauen Sie ihr gesamtes Unternehmen auf.
2) Der Finanzierungsplan (oder Investitionsplan)
Bei dem Finanzierungsplan ist eine genaue Kalkulation aller Kosten
unerlässlich. Da eine Unternehmensgründung stets mit
einer finanziellen Belastung und einem gewissen Risiko einhergeht,
benötigen Sie zu Anfang finanzielle Unterstützung.
Zwar unterstützt der Staat angehende Selbstständige
finanziell, doch dies reicht zumeist nicht aus, um die Kosten zur
Existenzgründung vollständig abzudecken. Aus diesem
Grund müssen Sie meistens zusätzlich noch einen
Kredit aufnehmen. Beachten Sie hierbei, dass angehende
Selbständige, oder Arbeitslose bei Banken meistens als
„bonitätsschwach“, d.h. als nicht
sonderlich vertrauenswürdig, gelten. Daher haben Sie bei den
herkömmlichen Banken zumeist nur sehr geringe Chancen auf
einen Kredit. Sie sollten daher in jedem Fall eine längere
Zeit vor der tatsächlichen Unternehmensgründung Geld
beiseitelegen und sparen. Sollten Sie dennoch ein Darlehen
benötigen und keines über die Bank gewährt
bekommen, so gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten: Die
erste und solidere ist die sogenannte Kreditvermittlung von Privat an
Privat. Hier werden Kredite von Privatpersonen an Privatpersonen
über eine Plattform im Internet vermittelt. Der Vorteil
hierbei ist, dass Sie keinen Bonitätsnachweis, wie etwa eine
Schufa-Auskunft, angeben müssen, da keine Bank der Geldgeber
ist, sondern eben Privatpersonen. In den USA hat sich dieses Prinzip
der Kreditvermittlung durch die Wirtschaftskrise bereits durchgesetzt.
Auch in Deutschland erfreut sich diese Kreditmöglichkeit
mittlerweile immer größerer Beliebtheit. Einer der
deutschen Anbieter für solche Privatkredite ist die
Onlineplattform auxmoney.com. Die andere Darlehensmöglichkeit
ist ein direkter Privatkredit von Personen aus dem Bekanntenkreis, oder
der Familie. Diese Möglichkeit ist jedoch vor allem aus einem
Grund nicht sonderlich empfehlenswert: Geld verdirbt die Freundschaft,
das weiß jedes Kind. Denn: niemand leiht oder verleiht gerne
Geld, gerade wenn es sich um größere Summen handelt.
Falls Sie in irgendeinem Fall nicht für Ihre Schulden
aufkommen können, verlieren Sie unter Umständen eine
Ihnen nahestehende Person. Hüten Sie sich immer davor auf die
Angebote sogenannter „Kredithaie“ einzugehen, da
diese oft mit nur scheinbar guten Kreditmöglichkeiten locken,
die sich dann sich meistens durch viel zu hohe Zinsen als
Schuldenfallen entpuppen.
Dies waren nur die wichtigsten Punkte zu
Unternehmungsgründung, doch als angehender
Selbstständiger muss man sich natürlich um noch viel
mehr Dinge kümmern. Um Ihnen zu helfen nicht den
Überblick im wilden Dschungel der Existenzgründung zu
verlieren, ist hier nochmals eine Checkliste mit allen zu beachtenden
Punkten aufgeführt:
• Unternehmensplan
• Gründungskonzept
• Marktanalyse
• Investitionsplan/ Finanzplan
• Rentabilitätsvorschau (Wie viel kann ich mit meinem
Unternehmen verdienen?)
• Beratung (z.B. von einem Finanzplaner)
• Standort
• Beziehungen zu Kunden pflegen und aufbauen
• Lieferanten organisieren
• Aufträge „an Land ziehen“
Bürokratische Organisation
• Anmeldung beim Gewerbeamt der Stadt
• Eintragung in die Handwerksrolle (natürlich nur,
wenn es sich um einen handwerklichen Betrieb handelt)
• Genehmigung des Baurechtsamts
• Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamts
• Konzessionen (behördliche Bewilligungen zum Betrieb
eines bewilligungspflichtigen Gewerbes)
• Eintragung in das Handelsregister
• Steuernummer des Finanzamtes mit Umsatzsteuer-
Identifikationsnummer
Versicherungen
• Betriebsversicherungen
• Personenversicherungen, wie Kranken-, Renten-, Unfall- und
Erwerbsminderungsversicherung
• Rechtliche Absicherung
Werbung
• Erscheinungsbild und Logo
• Werbekonzept
Sie sehen also, dass der Weg zur Selbstständigkeit ein langer
und steiniger Weg ist. Doch dieser Weg lohnt sich. Mit der
Selbstständigkeit werden Sie eine Ihnen nie erahnte Freiheit
und gleichzeitig eine hohe Verantwortung haben. Das ist eine neue
Herausforderung im Leben, die es zu bewältigen gilt auf dem
Erfolgskurs!
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